
Univ.-Prof. Dr. Reinhard Heinisch
Vorlesung
Globale Ordnung im Ausnahmezustand: Trumps politische Revolution in den USA deren Auswirkungen
Details
Die internationale Ordnung befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch hin zu einer multipolaren Welt, in der die USA, Europa und China um Einfluss konkurrieren. Im Zentrum steht eine beispiellose Systemkrise der USA, geprägt von politischer Polarisierung, institutionellen Blockaden und einer Erosion demokratischer Normen. Die Politik Donald Trumps steht für den Übergang von einer regelbasierten Ordnung zu einer machtpolitischen, selektiven Strategie, die traditionelle Allianzen infrage stellt.
Europa gerät dadurch zunehmend unter Druck, da die EU als Verfechterin liberaler Werte in direktem Gegensatz zu dieser Entwicklung steht und ihre strategische Autonomie sichern muss. Gleichzeitig baut China seine geoökonomische Macht systematisch aus. Für Europa bedeutet dies steigende geopolitische Risiken, fragmentierte Märkte und die Notwendigkeit, Lieferketten resilienter und Strategien deutlich geopolitischer auszurichten.
Biografische Notizen
- Reinhard Heinisch wurde nach langjähriger Lehr- und Forschungstätigkeit an der University of Pittsburgh (USA) im Jahr 2010 an die Universität Salzburg berufen, wo er seither eine Professur für Vergleichende Österreichische Politik innehat.
- Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der vergleichenden Demokratieforschung.
- Er ist Autor von über 100 wissenschaftlichen Publikationen, darunter 14 Bücher, und wurde 2017 mit dem Wissenschaftspreis des österreichischen Parlaments ausgezeichnet.
- Er ist immer noch assoziierter Wissenschaftler an der University of Pittsburgh und seit 2014 regelmäßiger Gastlektor an der Renmin University of China in Peking.
- Darüber hinaus berät er verschiedene Regierungsstellen und politische Parteien, darunter das US-Außenministerium.
