
Mag. Dr. Andrea Heinz
Vorlesung
Was gibt es hier zu verteidigen? Identität zwischen hybriden Bedrohungen und Neuen Technologien
Details
Identität wird oft als etwas Persönliches, ja Privates gesehen. Inmitten zunehmender geopolitischer Verwerfungen aber, in denen hybride Angriffe immer öfter offene Kriegshandlungen ablösen, bekommen Fragen der Identität ein anderes Gewicht.
Was ist es uns wert, es zu verteidigen: Die Freiheit, unsere je persönliche Identität leben zu können? Das, was wir als zur Identität unseres Landes, der EU gehörig betrachten: Demokratie, Rechtsstaat, das Bekenntnis zu Gleichberechtigung und Diversität? Oder haben wir bereits aufgehört, uns mir diesen Errungenschaften und Idealen zu identifizieren?
Hybride Bedrohungen können genau auf dieser Ebene ansetzen: Durch verschiedenste Formen sogenannter Kognitiver Kriegsführung, etwa Des- oder Misinformationskampagnen, verstärkt durch den Einsatz Neuer Technologien wie KI oder Neurotechnologie, soll der Wille zur (Selbst-)Verteidigung und -behauptung geschwächt werden. Was sind die Strategien dahinter, wie können derartige Angriffe aussehen – und wie können wir uns als Europa, aber auch als Individuen dagegen behaupten?
Biografische Notizen
Andrea Heinz hat Germanistik, Philosophie, Kunstgeschichte und Schwedisch studiert. Sie war viele Jahre Journalistin für nationale und internationale Medien, als Pressereferentin am Volkstheater Wien sowie als Wissenschaftlerin und Lehrbeauftragte für Neuere Deutsche Literatur an der Universität Wien tätig.
Als Fachreferentin in der Generaldirektion Verteidigungspolitik am Österreichischen Bundesministerium für Landesverteidigung (BMLV) arbeitet sie in erster Linie zu Hybriden Bedrohungen, den Auswirkungen Neuer Technologien auf die individuelle und gesellschaftliche Sicherheit sowie an der Erforschung und Entwicklung von Governance für Verteidigungstechnologien.
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