
Harald Ringbauer PhD
Vorlesung
Verwandtschaft und Identität: Was DNA verraten kann – und was nicht
Details
Rasante technische Fortschritte machen es heute möglich, komplette menschliche Genome zu erschwinglichen Kosten zu entschlüsseln. Inzwischen wurden nicht nur die Genome von Millionen heute lebender Menschen sequenziert, sondern auch Zehntausende Genome von Menschen, die von der Steinzeit bis ins Mittelalter gelebt haben – die sogenannte alte DNA.
Immer mehr Menschen nutzen deshalb Angebote von Personal-Genomics-Unternehmen. Diese versprechen oft spannende Einblicke in die eigene Herkunft, unbekannte Verwandtschaftsbeziehungen oder sogar neue Erkenntnisse über die persönliche Identität. Doch was lässt sich aus solchen genetischen Analysen tatsächlich ableiten? Welche Aussagen sind wissenschaftlich gut belegt – und wo liegen die Grenzen? Und wie kann die wachsende Menge an alter DNA dabei helfen, unsere Vergangenheit und unsere genetische Herkunft besser zu verstehen?
In den beiden Vorträgen gebe ich einen allgemein verständlichen Einblick in die aktuelle Forschung der Populationsgenetik und zeige, welche Erkenntnisse moderne und alte Genome über die Menschheitsgeschichte – und über uns selbst – liefern können.
Biografische Notizen
- geb. 1989 in Österreich
- 2008-2013: Studium der Mathematik und Physik an der Universität Wien
- 2013-2018: Doktoratsstudium in Populationsgenetik am Institute of Science & Technology Austria (ISTA)
- 2018-2021: Postdoc-Forschungen an den Universitäten von Chicago und Harvard
- Seit 2021: Forschungsgruppenleiter der Abteilung für Archäogenetik am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie
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