
Sr. Eva-Maria Saurugg
Gespräche und exklusive Führungen für Studierende (bis 30 Jahre) in der Erzabtei St. Peter
gemeinsam mit P. Wolfgang Sigler (Münsterschwarzach)
Programm
Während der Mittagspause gibt es drei Mal die Möglichkeit, mit Ordensleuten ins Gespräch zu kommen, die an recht verschiedenen Orten nach der Benediktsregel ihr Leben gestalten.
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Dienstag, 4. August 13.30-14.15 Uhr, Treffpunkt Stiftshof St. Peter Schleier und Kapuze: Identität zeigen? |
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"L'habit ne fait pas le moine" – die Kleidung allein macht nicht den Mönch. Wohl aber macht der Habit etwas mit dem Menschen, der ihn trägt, und soll es auch. Viele Ordensgemeinschaften halten bis heute an einer gemeinsamen Kleidungsordnung fest.
Diese öffentliche Sichtbarkeit einer Identität trägt zugleich eine kritische Komponente in sich: Werde ich dem gerecht, was ich äußerlich behaupte zu sein? Kann man im Mönchsgewand oder einer Nonnentracht zum McDonalds gehen? Und was bleibt, wenn ich das Gewand nicht trage? Ein Gespräch darüber, wie sehr äußere Zeichen Identität bestimmen. |
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Donnerstag, 6. August 13.30-14.15 Uhr, Treffpunkt Stiftshof St. Peter Zwischen Schutzraum und Herausforderung: Zu meiner Identität finden |
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Menschen, die sich für das Ordensleben entscheiden, treten in ein „Noviziat“ ein. Diese Zeit des Anfangs lässt sich auch als einen Schutzraum verstehen, in dem die großen Fragen des Lebens Raum greifen dürfen. Die Sorgen um Prüfungen und Wohnungsmiete treten erst einmal in den Hintergrund, erfahrene Begleiterinnen und Begleiter stehen zur Seite.
Zugleich ist der Eintritt eine Herausforderung. Er stellt die Frage nach der eigenen Identität explizit. Woran, an wem will ich mich orientieren? Wovon grenze ich mich ab? Solche Fragen brauchen eine persönliche Antwort, die zugleich mit einem Wir – der Identität der Gemeinschaft, mit der ich mein Leben teile – zusammenpassen muss. Ein Gespräch über geschützte Räume und Identitätsübergänge. |
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Freitag, 7. August 13.30-14.15 Uhr, Treffpunkt Stiftshof St. Peter Immer dasselbe? Identität und Stabilität |
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Identität leitet sich von lat. idem ab – dasselbe. Es kann die Annahme bezeichnen, etwas in mir bliebe trotz allem Wandel die- oder derselbe. Der Begriff trägt ein Versprechen in sich: Etwas in dir ist, wie es ist, und darf so bleiben. Manchmal verspricht das Kloster etwas ganz Ähnliches: Da ist ein konstantes Umfeld, auf das man sich einstellen kann. Und dann passt es.
Sind also Gewohnheiten und stabile Lebensumstände der Identitätsanker, der mir Halt gibt in fluiden Zeiten, oder geht die Frage tiefer? Ist Identität ein Kern, der in mir schlummert und nur (einmal) gefunden werden muss – oder etwas, für das ich mich entscheide und das ich mir durch innere und äußere Prozesse erarbeite? Ein Gespräch darüber, wie sich Identität festigt oder auch weiterentwickelt. |
Biografische Notizen
- Geb. 1976
- Nach dem Studium der Theologie in Graz trat Fr. EvaMaria Saurugg im Jahr 2000 in das Benediktinerinnenstift Nonnberg ein
- Seit 2017 ist ihr das Amt der Priorin anvertraut; im Kloster ist sie auch Novizenmeisterin
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Anmeldung für Angehörige der Uni Salzburg (Studierende/Bedienstete)
