
Die Salzburger Hochschulwochen sind seit 1931 – mit Ausnahme der Zeit der national-sozialistischen Herrschaft – ein bereichernder Teil des Kultur- und Geisteslebens in Salzburg. Die Ausstrahlung der Hochschulwochen geht weiter über den deutschen Sprachraum hinaus bis in die neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
Das Land Salzburg unterstützt diese Veranstaltung seit vielen Jahren, wobei es mir besonders wichtig ist, dass der studierenden Jugend eine kostengünstige Teilnahme ermöglicht wird. Wie ich höre, ist die Zahl der jungen, interessierten Teilnehmerinnen
und Teilnehmer in den letzten Jahren deutlich angestiegen. So sind die ursprünglich als Sommeruniversität konzipierten Hochschulwochen bei uns in Salzburg zu einer etablierten und hoch angesehenen Einrichtung geworden, deren Themenspektrum nahezu einem Blick in den Spiegel der Geschichte gleicht.
Erstmals durchgeführt in der Zeit zwischen den verheerenden Weltkriegen, setzten sich die Beiträge der Hochschulwochen auf vielfältige Weise mit den Problemen der Moderne auseinander. Ständig wiederkehrendes Thema war die breite Auseinandersetzung der Kirche mit einer sich zunehmend rascher wandelnden Gesellschaft und deren besonderen Herausforderungen. Und wenn es in einer Skizze über die Geschichte der Hochschulwochen heißt, es wurde stets der Dialog mit der Welt gesucht, dann halte ich das für eine der größten Auszeichnungen. Für das Zeichen eines offenen Denkens, das sich nicht wegschließt und einkapselt, sondern sich auf lebendige Weise mit den vielen Wirklich-keiten auseinandersetzt, die im Gefolge der umfassenden Globalisierung entstanden sind und deren Folgen derzeit nur in Umrissen erkennbar sind.
Ich sehe, dass die diesjährigen Hochschulwochen diese produktive Auseinandersetzung fortsetzen. Ich wünsche den rund 1.000 erwarteten Teilnehmerinnen und Teilnehmern anregende Vorträge, Diskussionen und Ideen rund um das anspruchsvolle Thema „Sicher – Unsicher“. Und den Hochschulwochen, denen man den „80er“ so gar nicht ansieht, wünsche ich weiterhin viel Offenheit und alles Gute – mindestens die nächstens 20 Jahre hier in Salzburg.
Mag. Gabi Burgstaller
Landeshauptfrau von Salzburg